mit Ruth & Werner

Autor: werner (Seite 1 von 5)

Wieder in Karlovac

Das Wetter ist gut, also Dach weggeklappt. Da wir heute einen langen Weg vor uns haben, werden ein paar Stücke Autobahn eingebaut. Alles klappt gut und das Apartment ist schnell gefunden.
Aber die Hinweise der Vermieterin über Booking geschickt, helfen uns so gar nicht weiter. Ein netter Passant sieht wohl unsere ratlosen Blicke und zeigt uns netterweise den gelb umrandeten Parkplatz, der zur Wohnung dazugehört. Erst dann sehen wir auch das P-Schild mit dem Namen Lola drauf.
Den Zahlencode für die Haustür haben wir auch erhalten, finden sie aber nicht. Man muss erst in den Hinterhof, eine Treppe rauf und dann durch eine Holztür in einen großen Flur, dort ist dann die Wohnungstür. Endlich geschafft!

Das Apartment ist riesig und super schön eingerichtet. Wir schmeißen erstmal die Waschmaschine an, damit uns die saubere Wäsche nicht aus geht.

Gleich danach geht es zum Abendessen und anschließend zum Absacker in den Park. Vor dem Kino spielen zwei Gitarristen altbekannte Blueslieder und wir lassen uns dort draußen nieder und spielen Publikum.

Am nächsten Tag startet die ‘Fahrradabenteuerroute 1’. Habe ich ausgesucht, der Titel hätte mich aber stutzig machen müssen. Es war ziemlich abenteuerlich, erst entlang eines Wanderweges im Wald, dann durch eine Wiese, aber zum Schluss wenigstens auch Asphalt an ein paar Aussichtspunkten vorbei.

Wir waren ja schon mal in Karlovac, damals waren fast alle Straßen der Innenstadt aufgerissen. Diese sind nun fertig gepflastert, aber dafür ist der große Platz in der Mitte nun eine einzige Baustelle. Es dauert halt…

Osijek in Kroatien

Und schon wieder wird das Dach weggeklappt! Heute ist es bewölkt, aber die Temperatur klettert bis auf 26°C. Da kommt Sommerfeeling auf!

Das Apartment in Osijek ist etwas schwierig zu finden, da mal wieder der Name in Booking nicht mit dem Namen an dem Gebäude übereinstimmt. Mit Hilfe der Adresse und der Fotos finden wir aber den Eingang. Der Vermieter hatte versucht uns zu erreichen, leider war irgendwie die Telefonnummer mit einer falschen Länderkennung hinterlegt. Wir sollten uns eine Viertel Stunde bevor wir ankommen melden. Na ja, nun müssen wir noch etwas warten. Alles weitere klappt aber gut, wir bekommen sogar die Erdgeschosswohnung und können die Räder einfach in die Wohnung schieben. Und das Auto parkt direkt vor der Terrasse, super praktisch!

Zum Abendessen suchen wir uns ein Restaurantschiff aus, das sehr schön eingerichtet ist und von dem man wunderbar auf die Drau schauen kann. Ich versuche ein Glas Weißwein zu bestellen, aber irgendwie werde ich missverstanden und bekomme zuerstmal ein Bier. Ist aber kein Problem, das trinkt Werner dann später.

Das Frühstück bekommen wir in einem benachbarten Hotel, leider wollen die uns erst gar nicht reinlassen, denn die Zugangstür ist abgeschlossen. Es klappt aber doch noch, und wir dürfen etwas essen. Leider regnet es vormittags, also startet die Radtour zur Mittagszeit, da hört es nämlich auf. Es wird eine kleine Rundtour durchs Hinterland.

Die Radtour am nächsten Tag führt uns erst über geschotterte Wege zu einem Naturschutzgebiet und dann auf kleinen Straßen durch Wiesen und Felder. Man könnte fast in den Niederlanden sein, die Gegend ist flach und durchzogen von Entwässerungsgräben.

Auf zum Plattensee

Heute ist es soweit, es wird offen gefahren! Die Sonne scheint und warm genug ist es auch. Das nächste Ziel ist Tihany in Ungarn, ein Ort auf einer kleinen Halbinsel im Plattensee.

Veszprem haben wir als Zwischenstopp eingeplant, soll ein sehenswertes Städtchen sein. Da Feiertag ist, kostet das Parken nichts, was uns freut, denn der Parkscheinautomat sieht kompliziert aus.
Der Halt hat sich gelohnt, denn es gibt einiges zu bestaunen. Was uns sofort auffällt: Alles ist wie frisch gestrichen und wirkt wie gerade gefegt. Es liegt nirgendwo auch nur ein Fitzelchen Müll rum.

In Tihany angekommen bewundern wir die alten Gemäuer von 1830 mit den schönen Reeddächern, in denen sich das Hotel befindet. Die Fahrräder haben sogar eine eigene Bike-Garage, wo reichlich Räder untergebracht werden können.

Die erste Fahrradtour geht zum Plattensee in den nächsten größeren Ort und die zweite kreuz und quer durch die Halbinsel. Anschließend folgt jeweils eine ausgiebige Entspannung am Hotelpool. Das haben wir uns verdient!

Nitra in der Slowakei

Wir fahren in ein anderes Land, hier ist wieder Euro-Zone, also die restlichen tschechischen Kronen erstmal weggepackt.

Die heutige Strecke kann schon mal als Fahrradanhänger-Teststrecke herhalten. Aufgrund einer Baustelle schickt Google Maps uns auf einen kilometerlangen mit kleinen Pflastersteinen ausgelegten Weg. Das ruckelt nicht schlecht, aber wie ein banger Blick in die Rückspiegel bestätigt, Räder sind noch da!

Um knapp 14:00 Uhr erreichen wir das gebuchte Hotel Centrum. Das Hotel hat einen großen überwachten Parkplatz, obwohl es sich, wie im Namen angedeutet, im Zentrum von Nitra befindet.
Ein großes, modernes Zimmer im vierten Stock mit toller Aussicht, zuvorkommende Rezeptionistin, Fahrbier schon fast in der Hand, so kann es weiter gehen.

Am Abend gehen wir in ein tolles Restaurant mit Falstaff-Auszeichnung, wir haben ja einiges nachzuholen. Die Nacht ist nicht so ruhig, es gibt Public Viewing direkt vor unserem Hotel und was soll man sagen: die Eishockeymannschaft von Nitra holt den Landestitel! Die Feierei mit Feuerwerk und Musik geht gefühlt die ganze Nacht lang.

Der nächste Tag steht wieder ganz im Zeichen der Drahtesel. Der Weg geht erst mal am Fluss entlang und ist gut ausgebaut, inklusive Fahrrad-Reparaturstationen. An so einer Station finden wir endlich heraus, warum das Fahrrad von Werner beim Rückwärtsschieben blockiert. Das Schutzblech hat eine Schraube verloren und schleift am Vorderrad.
Später kommen zum Radweg noch ein paar kleinere Straßen hinzu und auch wieder ein paar Anstiege. Wir überholen ein Pärchen, das ohne Strom unterwegs ist und schieben muss. Puh, dazu hätte ich so gar keine Lust.
Wir folgen den offiziellen Radwegeschildern, obwohl Werner eigentlich was anderes geplant hat. Diese Entscheidung ist goldrichtig, super ausgebauter Radweg, direkt durch die schöne Landschaft.

Die Streckenführung des nächsten Radausflugs, die aus der Datenbank von Komot stammt, kann da in keiner Weise mithalten, es geht nur auf Autostraßen von einem Ort zum nächsten. Gar nicht schön. Nur der blühende Raps hebt die Stimmung etwas.

Olomouc

Oh je, nun hat uns Montezumas Rache erwischt. Mich schon in der Nacht, Werner folgt einen Tag verspätet. So ein Mist…

Wir fahren weiter nach Olomouc – immer eine Anhaltemöglichkeit mit Deckung im Blick. Ausgesucht haben wir uns diese Stadt, weil sie als schön gekennzeichnet ist. Und was soll man sagen: die Erwartungen wurden sogar übertroffen.

Das Hotel liegt relativ zentral und am ersten Tag erkunden wir zu Fuß die Stadt. Es gibt viel zu entdecken, das macht Spaß! Abends teilen wir uns einen kleinen Tapasteller. Aus Gründen trinken wir beide Pfefferminztee…

Auch den zweiten Tag lassen wir es langsam angehen. Zum Glück gibt es in der Stadt einige schöne Grünanlagen mit endlos vielen Bänken. So muss man nicht immer auf die noch schöneren Biergärten schielen, in denen so köstliches Pilsener ausgeschenkt wird.

Aber danach wird wieder der Drahtesel abgepackt und eine kleine Runde gedreht. Wir merken, es geht aufwärts.

Mit dem Rad zum Stausee

Wir geben nicht auf und haben wieder eine Radtour geplant. Diesmal geht es aber weit um die Stadt herum und es sind sogar zwei offizielle Radwege, die 20 und die 14. Viel besser als gestern!

Da die Staumauer gerade eine Baustelle ist, müssen wir rund um den See fahren. Klappt auch ganz gut. Der Weg nach Liberec Zentrum ist dann wieder beschwerlicher. Wir halten am Neuen Schloss und gönnen uns Kaffee und Kuchen.

Da noch Zeit ist besuchen wir, neugierig wie wir sind, den botanischen Garten. Von da können wir einfach die Hinroute umkehren und den gleichen Weg zurück nehmen.

Auch heute geht’s zu Fuß zum Essen, gleich um die Ecke soll ein gutes Lokal sein. Als wir ankommen sind keine anderen Gäste da und es gibt nur eine kleine Speisenauswahl, die uns aber so gar nicht zusagt, wir planen unseren Abgang. Die Wirtin merkt das wohl auch, ruft den Koch an und rückt die “große” Speisekarte raus. Werner nimmt einen Spieß, aber das ist viel zu viel! Und mir ist schon übel…

Weiter geht’s nach Liberec

Die Räder hatten wir ja schon aufgepackt, also kann es gleich nach dem Frühstück los gehen. Doch leichter gesagt als getan: das GPS Signal ist so schwach, dass das die Navigation mit Kurviger oder mit Google Maps nicht funktioniert. Wir kreisen durch Leipzig und wissen nicht, welcher Abzweig der richtige ist. Puh, das ist anstrengend! Gott sei Dank hilft uns das Autonavi etwas weiter, keine Ahnung wieso das funktioniert.
Letztendlich fahren wir auf die Autobahn, was wir eigentlich nicht wollten, aber da stimmt dann wenigstens schon mal die grobe Richtung.

Das Hotel liegt etwas außerhalb und ist leicht gefunden. Das Zimmer ist auch schon fertig und wir haben drei Betten zur Auswahl. Die Qual der Wahl!

Mit dem Fahrrad geht es in die Stadtmitte, was sich leichter anhört als es ist. Es gibt nur ganz vereinzelt Radwege und die wenigen findet man nicht, weil sie nicht ausgeschildert sind. Also Abenteuer auf zwei Rädern.

Am nächsten Tag nach dem hervorragenden Frühstück begeben wir uns wieder auf Radwegsuche. Echt schwer! Und manche Strecke ist so, dass man denkt, das kann doch kein offizieller Weg sein – ist es aber. Wir verfahren uns auch einige Male, weil mal wieder die Schilder fehlen.
Zum Glück sind die Akkus voll, denn es geht auch noch viel bergauf und bergab.
Ein kleiner Spaziergang durch Jablonec ist ebenfalls anstrengend, denn hier geht es ebenso rauf und runter.

Wieder zurück in Liberec gibt es erst mal ein Eis auf die geschaffte Herausforderung. Nun nur noch zum Hotel zurück, den Weg kennen wir ja schon. Die Räder werden danach nicht mehr angepackt und wir gehen zu Fuß zu einem Steakhouse in der Nähe. Das hat sich gelohnt, das Bier und das Essen sind hervorragend.

Besuch im Zoo Leipzig 

Gestern den Allerwertesten durchgesessen, heute geht es den Füßen an den Kragen: wir besuchen den Zoo. 

Erste Station ist das Gondwanaland, ein riesiger überdachter tropischer Regenwald mit 26 ° C Temperatur und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Wir fahren mit einem Boot durch eine Flusslandschaft und überall ist was zu entdecken. Exotische Pflanzen mit bizarren Blüten wachsen dort und dazwischen flattern bunte Vögel frei umher. 

Es gibt eine begehbare Affeninsel, wo nicht ganz klar ist, wer nun wen beobachtet. Auch das Ozelot lässt sich überhaupt nicht durch die Besucher stören.

Wieder an der frischen Luft folgen wir dem Rundweg und laufen durch die Tierwelten der verschiedenen Kontinente bis die Füße qualmen. Der Weg ist auch deshalb so lang, weil die Tiere wirklich viel Platz haben. Manchmal entdeckt man trotz aller Suche das Tier nicht, denn es gibt halt auch Rückzugsmöglichkeiten. Schade für uns, aber gut für das Tier.

Nach einer erholsamen Pause speisen wir in der Nähe des Hotels, denn keiner hat mehr richtig Lust auf Fahrradfahren oder einen langen Spaziergang. Lecker war’s.

Beim Betrachten der Tierbilder kommt Werner ein Gedanke, wenn er sich einen Vortrag von den Tieren wünschen könnte, dann wäre das “Meisterhaftes Chillen”. Einen Grundkurs braucht er allerdings nicht, er ist schon auf dem Level Fortgeschritten+.

Schon voll im Urlaubsstress?

Es sind schon zwei Urlaubstage rum und wir haben noch nichts geschrieben. So was!

Dienstag ist die Reise gestartet, Leipzig hat uns mit strahlendem Sonnenschein empfangen. Ein Fahrbier darf natürlich nicht fehlen und eine kleine Stadtbesichtigung auch nicht. 

Uns fällt das viele Grün positiv auf und die vielen Brunnen und Statuen kann man gar nicht alle fotografieren, sonst ist die Speicherkarte gleich voll. 

Am nächsten Tag werden die Zweiräder gesattelt. Abpacken geht ganz schnell (aufpacken nicht!). Wir haben eine Rundtour um den Cospudener See geplant und es geht gleich rein ins Grüne. Vorbei an einem Wildpark mit supersüßen kleinen Schweinchen, die wie wir die Sonne genießen. Am See machen wir eine Pause in einem schönen Cafe, im Strandkorb und mit Kuchen natürlich. 

Derart gestärkt, brechen wir diese Runde ab und beschließen auch noch den Markkleeberger See und Störmthaler See zu umrunden. An einer Wildwasseranlage bestaunen wir die Fahrkünste der Kanuten und die vielen Aussichtspunkte laden immer wieder zum Verweilen ein. Das Leipziger Neuseenland hält was es verspricht.

Die letzte Herausforderung des Tages ist es, die Räder wieder auf den Fahrradträger zu stellen. Erst eins hochheben und festmachen, dann das zweite. Aber die Pedalen stehen sich im Weg, also 2. Versuch. Sieht erst gut aus, muss aber auch nochmals wiederholt werden. Tja, zum Ende der Reise werden wir es wohl können. 

Unsere erste Cabrio Tour

Auch wir werden bequemer und manchmal fällt es eben leichter sich in einen Autositz plumpsen zu lassen, als das Bein über eine Gepäckrolle zu wuchten.

Die Anzahl der Räder ist gleich geblieben und wir fahren weiterhin oben ohne, aber nur wenn wir es möchten. Außerdem haben wir für die Naherkundung noch 2E-Bikes am Haken. Das kann für die Auswahl des Hotels sicher von Vorteil sein.

Ansonsten möchten wir unserem Urlaubskonzept treu bleiben, die grobe Richtung liegt vor, aber ob wir uns daran halten und vor Allem was die nächste Station wird, entscheiden wir kurzfristig.

Und schon geht’s los.

Nein, doch nicht… Gebucht hatten wir Montag bis Donnerstag in Leipzig zu verbringen. Aber am Montag sollen es max. 8°C werden. Jetzt wird es also Dienstag bis Freitag.



« Ältere Beiträge

© 2026 On Tour

Theme von Anders NorénHoch ↑